Pflanzen, die was aushalten. Lebensmittel, die was können.

Erstellt am
31.08.2026

Wie wird Landwirtschaft klimafit?

Am Emerhof setzt Günther Rabeder auf robuste Pflanzen, gesunde Böden und Vielfalt – für eine Landwirtschaft, die Zukunft hat, um auch zukünftig heiße Sommer und Trockenperioden gut zu überstehen.

Klimafitte Landwirtschaft: Vom Feld bis zum Lebensmittel

Trockenheit, Hitze und Starkregen stellen die Landwirtschaft vor neue Herausforderungen. Wie kann Landwirtschaft unter diesen Bedingungen zukunftsfähig bleiben?

Günther Rabeder und sein Team setzen deshalb auf mehrere Maßnahmen. Denn für uns ist klar: Klimafitte Lebensmittel beginnen mit einer klimafitten Landwirtschaft.

  • Klimafitte Pflanzen: Lein, Sonnenblumen und Hanf kommen mit Hitze und Trockenheit besonders gut zurecht und können auch unter schwierigen Wetterbedingungen stabile Erträge liefern.
  • Vielfalt statt Monokultur: Verschiedene Kulturen und Mischkulturen verteilen das Risiko. Wenn eine Pflanze mit den Wetterbedingungen nicht zurechtkommt, können andere Kulturen einen Teil der Ernteausfälle auffangen.
  • Gesunde Böden: Eine vielfältige Fruchtfolge, Gründüngung und organisches Material fördern die Bodenfruchtbarkeit und unterstützen den Humusaufbau.
  • Wasser im Boden halten: Eine schonende Bodenbearbeitung und ein hoher Humusgehalt helfen dabei, Feuchtigkeit besser im Boden zu speichern – gerade in Zeiten zunehmender Trockenheit ein wichtiger Faktor.
  • Wurzeln als Bodenhelfer: Besonders Hanf bildet ein kräftiges Wurzelsystem. Es durchlüftet den Boden und trägt zu einer guten Bodenstruktur bei.
  • Im Kreislauf wirtschaften: Pflanzenreste bleiben möglichst am Feld und geben dem Boden Nährstoffe und organisches Material zurück. Denn was dem Boden entnommen wird, soll ihm auch wieder zurückgegeben werden.

„Der Boden ist unsere wertvollste Ressource. Wesentlich ist, ihn nicht komplett auszulaugen, sondern ihm immer etwas zurückzugeben.“
– Günther Rabeder

 

Die richtige Pflanze für das richtige Klima

Günther setzt gezielt auf Kulturen, die mit den veränderten klimatischen Bedingungen gut zurechtkommen. Lein, Sonnenblumen und Hanf sind wärmeliebend bzw. trockenheitsverträglich und haben sich auch im trockenen Sommer 2026 gut entwickelt.

Beim Lein war die Qualität besonders gut. Bei Sonnenblumen und Hanf, die aktuell noch am Feld stehen, rechnet Günther ebenfalls mit guten Erträgen. Gerade Hanf ist für Günther eine interessante Kultur: Ein großer Teil der Pflanze wächst unter der Erde. Das kräftige Wurzelsystem macht Hanf widerstandsfähig und hilft gleichzeitig, den Boden zu durchlüften und seine Struktur zu verbessern.

 

Der Boden als wichtigster Partner

Für uns beginnt klimafitte Landwirtschaft vor allem unter unseren Füßen. Eine nachhaltige Fruchtfolge, Gründüngung und eine schonende Bodenbearbeitung sorgen dafür, dass der Boden fruchtbar bleibt und Wasser besser speichern kann.

Dabei arbeitet Günther unter anderem mit dem Grubber, der den Boden lockert, ohne ihn zu wenden. Auch Stroh wird flach in den Boden eingearbeitet und unterstützt gemeinsam mit der Gründüngung den Humusaufbau. So entsteht ein regelrechter „guter Schwamm“, der Feuchtigkeit im Boden hält.

„Das Körndl gehört mir, der Rest dem Boden.“
– Günther Rabeder

Damit meint er: Geerntet wird das, was wir als Lebensmittel brauchen. Die Pflanzenreste bleiben möglichst im Kreislauf und geben dem Boden zurück, was ihm die Kultur entzogen hat.

 

Was das mit farmgoodies zu tun hat

Unsere Lebensmittel wachsen nicht irgendwo,  sie haben ihren Ursprung in der Landwirtschaft am Emerhof. Wenn wir Lein für unser Leinöl, Sonnenblumen für unsere Kerne oder Hanf für unsere Produkte anbauen, geht es deshalb nicht nur darum, was am Ende im Sackerl steckt. Es geht auch darum, wie diese Pflanzen wachsen und was sie mit dem Boden machen.

Für uns bedeutet klimafitte Landwirtschaft:

  • Pflanzen auswählen, die zum zukünftigen Klima passen
  • Vielfalt aufs Feld bringen
  • Böden stärken und Humus aufbauen
  • Wasser im Boden halten
  • In Kreisläufen denken und Ressourcen zurückgeben

 

Klimafit vom Feld bis auf den Teller

Für farmgoodies gehört deshalb beides zusammen: eine Landwirtschaft, die fit für den Klimawandel wird, und Lebensmittel, die gut für uns sind.

Denn was auf einem gesunden Boden wächst, kann sich gesund entwickeln und gesunde Inhaltsstoffe weitergeben -> für Mensch und Tier.

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